Aktuelles - So vermeidet man Datenverluste im Home-Office

14.04.20

Durch die Corona-Krise verändert sich auch die Arbeitswelt von Büroarbeitsplätzen rasant. Viele Unternehmen ermöglichen Ihren MitarbeiterInnen in dieser Zeit, zuhause zu arbeiten. Für ein positives Arbeitserlebnis sollten drei Dinge berücksichtigt werden: der Internetanschluss, der Anschluss der Endgeräte (bspw. Laptops und Tablets) und die Verbindung zu unternehmensinternen Daten.  

1. Der Internetanschluss  

Der Internet-Hausanschluss ist die Basis bei der Heimarbeit. In Mönchengladbach sind drei Arten von Internet mit unterschiedlichen Eigenschaften verfügbar: 

1. reine Glasfaseranschlüsse, 

2. VDSL, 

3. TV-Kabel.

Während reine Glasfaseranschlüsse garantierte Bandbreiten aufweisen, werben VDSL- und TV-Kabel-Anbieter mit „bis zu“-Angaben. Besitzt man beispielsweise einen VDSL-Tarif mit „bis zu 100 Mbit/s“, dann hängt die tatsächliche Bandbreite von der Entfernung der Adresse zum nächsten Verteilerkasten ab. Ist man nah dran, werden die 100 Mbit/s häufig voll erreicht, befindet man sich weit entfernt, kommt weniger im Haus an. Die Anbieter sind jedoch verpflichtet, garantierte Bandbreiten zu kommunizieren. Informationen über mindestens garantierte Geschwindigkeiten, stehen in der Regel in den Kundenkontos oder Verträgen. Meistens ist in den Verträgen eine minimale, eine maximale und eine üblicherweise zur Verfügung stehende Bandbreite genannt. Die Verfügbarkeit von Glasfaser-, VDSL- und TV-Kabel-Anschlüssen können Sie über die untenstehenden Links prüfen. Wenn viele Daten aus dem Home-Office versendet und/oder übertragen werden, so ist auch die verfügbare Upload-Geschwindigkeit relevant. Diese kann ebenfalls den Vertragsdokumenten entnommen werden. 

2. Der Anschluss der Endgeräte

Der Router im Haus ist der zentrale Punkt der Internetversorgung. Hier kommt die gebuchte Bandbreite an. Je nachdem, wie man seine Arbeitsgeräte verbindet, können zwischen Router und Laptop signifikante Übertragungsverluste auftreten. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten der Verbindung: 

I. Anschluss über Netzwerkkabel („LAN-Kabel“)

Schließt man die Geräte per Kabel an den Router an, so steht in der Regel die volle Bandbreite am Endgerät zur Verfügung. Die damit erreichte Geschwindigkeit (im Download und Upload) kann einfach online getestet werden, beispielsweise unter https://www.speedtest.net/. Bei Netzwerkkabeln existieren verschiedene Generationen, sogenannte Kategorien. Die Ausführungen CAT-5, CAT-6 und CAT-7 ermöglichen Übertragungsraten bis zu 1.000 Gbit/s und sind daher für den Heimbetrieb geeignet. Über eine Länge von maximal 100 Metern sind hierbei verlustfreie Übertragungen möglich. 

II. Anschluss über WLAN

Nutzt man die Endgeräte über WLAN-Verbindungen, so können die Übertragungsverluste höchst unterschiedlich ausfallen. Relevant hierfür sind: Die Entfernung zum Router. Grundsätzlich gilt: Je weiter das Endgerät vom Router entfernt ist, desto geringer ist das Signal. Die WLAN-Antennen des Routers. Die Qualität des WLAN-Routers ist signifikant für eine gute Datenübertragung. Sehr alte oder sehr günstige Router sorgen in der Regel für höhere Übertragungsverluste. Die WLAN-Netze. Heutige Standardrouter strahlen zwei Frequenzen aus: Ein 2,4 GHz-Netz und ein 5 GHz-Netz (höhere Bandbreiten, niedrigere Reichweite als 2,4 GHz). Moderne Endgeräte wählen stets automatisch und für den Nutzer unsichtbar das passende Netz. Die Endgeräte selbst. Denn auch die Qualität und Leistungsfähigkeit der Antennen der verwendeten Endgeräte – zum Beispiel Laptops oder Tablets – spielen hinsichtlich eventueller Übertragungsverluste eine Rolle. 

3. Die Verbindung zu unternehmensinternen Daten

Um von zuhause auf unternehmensinterne Ordner und Daten zugreifen zu können, ist in der Regel ein VPN-Zugang notwendig, der den Zugriff durch eine individuelle Benutzerkennung ermöglicht. Die Geschwindigkeit der unternehmensinternen Datenübertragung kann deutlich geringer sein als der allgemeine Internetzugang. Dies ist abhängig von der Art der Verschlüsselung oder der aktuellen Auslastung. Informationen hierzu können in der Regel die IT-Abteilungen oder IT-Dienstleister des Unternehmens vermitteln. 


Gängige Home-Office-Anwendungen und benötigte Bandbreiten:

Flüssiges Surfen und der Abruf von E-Mails: 1 bis 6 Mbit/s (Download) 

HD-Video-Stream: 4 bis 6 Mbit/s (Download) 

Audio-Telefonat (digital): 0,1 Mbit/s (Download und Upload)

 Video-Telefonat (gute Qualität, 2 Personen): 0,6 Mbit/s (Download und Upload) 

Video-Telefonat (HD-Qualität, 2 Personen): 1,5 Mbit/s (Download und Upload) 

Video-Konferenz (gute Qualität, 5 Personen): 4 Mbit/s (Download), 0,6 Mbit/s (Upload) 


Internet-Verfügbarkeitsprüfungen:

VDSL: https://www.telekom.de/zuhause/dsl-vdsl-und-lte-verfuegbarkeit 

TV-Kabel: https://zuhauseplus.vodafone.de/verfuegbarkeitspruefung/ 

Glasfaser: https://www.deutsche-glasfaser.de/glasfaser/verfuegbarkeitscheck/